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Grüne sowie die Verkehrs- und Umweltverbände AAN, BN,
Green City und Pro Bahn fordern S-Bahn-Sofort-Programm

"Wer den Münchner S-Bahn-Fahrgästen wirklich helfen will, muss sofort anfangen etwas zu tun. Das heißt den Teilausbau des S-Bahn-Südrings angehen, der ja in Stufen erfolgen kann."

In München ist das Netz des öffentlichen Verkehrs bereits heute schon an vielen Stellen im Umland und v.a. auch im Stadtgebiet an den Kapazitätsgrenzen angelangt - nicht nur im S-Bahn-System. Deshalb benötigen wir ein umfassendes, stadtweites - möglichst sogar regionsweites Konzept mit Prioritäten, Zeitplänen und Finanzierungskonzepten - damit die immer knapper werdenden Finanzmittel sinnvoll und effizient eingesetzt werden können.
Die Maßnahme 2. S-Bahn-Tunnel ist zu teuer, dauert zu lange und stellt eine singuläre Maßnahme dar, die nicht in ein Gesamtkonzept eingebunden ist.
Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Rathaus, Jens Mühlhaus, hat auf seiner Homepage ein S-Bahn-Special eingerichtet.


Grüne fordern Sofortmaßnahmen im S-Bahn-Ausbau
Im Stadtratsplenum am 23.01.08 stand erneut das Thema „S-Bahn-Ausbau“ auf der Tagesordnung. Mit Spannung erwartet wurde der Bericht der DB Projekt Bau GmbH über die neuen Planungen des 2. S-Bahn-Tunnels, dessen Konzept und Ausgestaltung in zahlreichen Punkten noch ungeklärt sind. Nur eines weiß man genau: Er muss möglichst billig gerechnet werden um die vorgeschriebene Kosten-Nutzen-Relation zu erreichen.
Leider brachte der Auftritt von Herrn Scheller von der DB Projekt Bau nur wenig Licht ins Dunkel dieses Tunnelplans. Zwar wurden einige Unklarheiten hinsichtlich der Trassenführung beseitigt und die Haidhauser müssen keine über Monate offene Baugrube in der Kirchenstraße befürchten. Doch die Fragen zu den Kosten, insbesondere wie sich die geringeren Kosten im Vergleich zur bisherigen Planung plausibel erklären lassen, zur Finanzierung, Zeitplanung und zum Betriebskonzept blieben trotz Nachfragen aus dem Stadtrat ungeklärt.
Grünen-Stadtrat Boris Schwartz blieb daher auch skeptisch: „Die Vermutung liegt Nahe, dass es sich hier um Placeboplanungen handelt. Sicher ist, dass sich im S-Bahn-System nach diesen Planungen in den nächsten Jahren erst einmal nichts verbessern wird - angesichts der steigenden Fahrgastzahlen und der aktuellen Engpässe und Verspätungen ein untragbarer Zustand.“
Unbeschadet der Entscheidung zur 2. Stammstrecke können nach Einschätzung der Fraktion Die Grünen-rosa liste folgende Maßnahmen sofort ergriffen werden und schon deutlich vor dem Jahr 2016 Verbesserungen für die täglich 800.000 Fahrgäste der S-Bahn bringen:
der Ausbau des Laimer Bahnhofes inklusive Umweltverbundröhre, die verbesserte Umsteigebeziehungen schafft,
die Beseitigung der Engstellen an den Außenästen, insbesondere der Westkopf Pasing,
der Ausbau der Sendlinger Spange bis zum Heimeranplatz. Die Sendlinger Spange wird dahingehend modifiziert, dass zwischen Laim und Pasing die bestehenden S-Bahn-Gleise benutzt sowie der Laimer Bahnhof angefahren werden kann. Eine Ausfädelung Richtung Sendling erfolgt östlich des Laimer Bahnhofes über die nördlich des Laimer Bahnhofes gelegenen Gütergleise, die die Stammstrecke unterfahren.
Ein Störfallkonzept über den DB-Südring mit einer neuen Umsteigehaltestelle zur U-Bahn an der Poccistraße.
Der durchgängige Einsatz von Langzügen zur Hauptverkehrszeit.
Diese Maßnahmen wurden in einem gemeinsamen Änderungsantrag der Fraktionen Die Grünen-rosa liste und SPD formuliert und mit nur einer Gegenstimme im Stadtrat verabschiedet.